
20 SchülerInnen des Jahrgangs EF sind Anfang April mit Frau Pacholek und Herrn Albayir für eine Woche in die irische Hauptstadt Dublin gereist und berichten nun auf vielfältige Weise über europäische Werte, den Europagedanken in der Zivilgesellschaft und die unterschiedlichen Facetten einer lebendigen Demokratie.

Im Rahmen der sogenannten Europawochen präsentieren sie in der Schulbibliothek der Gesamtschule Berger Feld derzeit ihre Ausstellung „Voices from Dublin: Europa hautnah“. Eine Schülerin berichtet von ihrem Erlebnis:
Als wir am ersten Tag unserer Sprachreise in Dublin gelandet sind, hätte ich nie gedacht, dass unsere Interviews und Vlogs einmal in einer richtigen Ausstellung im Rahmen der Europawochen in unserer Schulbibliothek landen würden. Und jetzt stehe ich hier, zwischen bunten Plakaten, Poetryslams und Videos, und weiß, wie Menschen aus Irland und ganz Europa über ihre Sicht auf Europa sprechen – interviewt von uns selbst.

Unsere Ausstellung trägt den Titel „Europa hautnah“ und beschreibt unsere Erfahrungen gut: Hautnah, echt, manchmal chaotisch, aber vor allem total spannend. Schon in Dublin haben wir in kleinen Gruppen Interviews geführt – auf der Grafton Street, vor dem Trinity College, oder EPIC Museum. Es war anfangs ganz schön aufregend, fremde Leute anzusprechen, aber wir hatten schnell den Dreh raus: „Hi, we’re students from Germany. Do you have a minute to talk about Europe?“ Einige vor allem junge Leute waren offen hierfür, sehr viele wollten eher nicht gefilmt werden – vielleicht eine Entscheidung über Bild und Ton, die zur Zeit KI generierter Inhalte passt?

Wieder zu Hause angekommen haben wir unsere Aufnahmen gesichtet, geschnitten, Vlogs mit Musik unterlegt und sogar kleine Animationsintros eingebaut. Und dann haben wir die Bibliothek zur Ausstellungsfläche umgewandelt: Mit unterschiedlichen Projekten wie Postkarten, Interviews in Schriftform oder QR-Codes zu Videos, alles rund um die Frage „Was bedeutet Europa für dich?“ und dem Motto „Die EU im Alltag – Stimmen aus Dublin“.
Was mir am meisten Spaß gemacht hat? Ganz klar: Zu sehen, wie interessiert die Besucher unserer Ausstellung waren – vor allem die jüngeren Klassen. Einige Lehrer:innen kamen sogar mehrmals vorbei und diskutierten mit uns über das, was die Leute gesagt hatten. Ich habe mich ein bisschen wie eine Journalistin gefühlt, die etwas Wichtiges in die Welt bringt.
Und der Mehrwert? Für mich war das nicht einfach nur ein Schulprojekt. Ich habe gelernt, wie unterschiedlich Menschen Europa sehen – für manche ist es vor allem Frieden, für andere Freizügigkeit oder Bildung. Ich habe auch gemerkt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. Europa ist eben mehr als Politik – es ist das Miteinander von Menschen.
Unsere Ausstellung war ein echtes Highlight und ich bin richtig stolz, dass wir etwas zu den Europawochen beigetragen haben. Vielleicht mache ich sogar weiter in dieser Richtung – wer weiß, vielleicht beim nächsten Projekt wieder mit Kamera und Mikro in der Hand!