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Inklusion

Gemeinsam Lernen, Vielfalt Leben

Inklusion an der Gesamtschule Berger Feld

Inklusion bedeutet, dass alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Förderbedarfen oder besonderen Bedürfnissen, gemeinsam in einer Schule lernen können. An der Gesamtschule Berger Feld profitieren wir davon, dass jeder Mensch einzigartig ist und besondere Talente hat.

Wir setzen uns dafür ein, eine inklusive Lernumgebung zu schaffen, in der Vielfalt als Stärke gesehen wird. Das Ziel ist, jeder Schülerin und jedem Schüler die bestmöglichen Bildungschancen zu bieten und dabei individuell zu fördern. Bei uns lernen Kinder und Jugendliche gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig. Durch unsere inklusive Beschulung sollen Barrieren abgebaut werden, damit alle Schülerinnen und Schüler voneinander profitieren, sich wohlfühlen und zusammenwachsen.

Was sind die rechtlichen Voraussetzungen?

Grundlage für die Inklusion, d.h. das Recht auf ein gemeinsames Lernen von behinderten und nicht behinderten Menschen, bildet die UN-Menschenrechtskonvention von 2009. Dort heißt es in Artikel 24, dass sich die Vertragsstaaten verpflichten, das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung in einem inklusiven Bildungssystem zu gewährleisten.

Das bedeutet, dass Deutschland und damit auch das Land NRW verpflichtet ist dieses Abkommen schrittweise umzusetzen.

Im 9. Schulrechtsänderungsgesetz des Landes NRW vom 16. Oktober 2013 wird dieser Verpflichtung in Leitentscheidungen Rechnung getragen. Dort heißt es, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen in der Regel in allgemeinen Schulen gemeinsam unterrichtet und erzogen werden.

Ein Ort der Vielfalt und des gemeinsamen Lernens

Über Uns

An der Gesamtschule Berger Feld können schon seit dem Schuljahr 2007/2008 Schülerinnen und Schüler, mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, gemeinsam lernen und den Schulalltag erleben. Dafür haben der Schulträger und die Bezirksregierung Münster die benötigten Voraussetzungen geschaffen.

Bei uns an der Gesamtschule Berger Feld werden momentan etwa 100 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Förderbedarfen in der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II zielgleich oder auch zieldifferent unterrichtet. Die Kinder mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf verteilen sich dabei in den Jahrgängen 5 bis 10 auf alle Regelklassen.

An der Gesamtschule Berger Feld lernen Kinder und Jugendliche in den zieldifferenten Bildungsgängen mit den Förderschwerpunkten Lernen sowie Geistige Entwicklung und mit den Förderschwerpunkten in den zielgleichen Bildungsgängen Körperliche und motorische Entwicklung, Sprache, Emotionale und soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation und auch Sehen. Auch Kinder und Jugendliche, die eine Diagnose im Autismus-Spektrum ausweisen, sind bei uns in den Klassen gut integriert.

Die Gesamtschule Berger Feld ist ein Ort, an dem Vielfalt gelebt wird. Wir möchten, dass sich alle Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und ihre Stärken entdecken können. Inklusion bedeutet für uns, dass niemand ausgeschlossen wird. Wir passen unseren Unterricht an die verschiedenen Bedürfnisse an und sorgen dafür, dass alle die gleichen Chancen haben. Unser Ziel ist es, eine Gemeinschah zu schaffen, in der Respekt, Unterstützung und Freundschaft großgeschrieben werden.

Unsere Grundsätze in der Inklusion:

  • Gleichberechtigung: Jeder wird so akzeptiert, wie er ist.
  • Vielfalt ist unsere Stärke: Unterschiedliche Fähigkeiten, Kulturen und Meinungen bereichern unsere Gemeinschaft.
  • Gemeinsames Lernen: Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf lernen gemeinsam in einer Klasse.
  • Unterstützung: Wir bieten gezielte Förder- und Unterstützungsangebote sowie spezielle Hilfen, damit alle erfolgreich lernen können.

So leben wir das an der Gesamtschule Berger Feld

Unser inklusives Schulkonzept

Die Gesamtschule Berger Feld setzt alles daran, Inklusion im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen. Das bedeutet, dass wir konkrete Maßnahmen und Angebote haben, um sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt am Schulleben teilnehmen können. Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf werden dabei nach den Vorgaben des jeweiligen Bildungsganges unterrichtet. Bei zieldifferentem Unterricht können die Schülerinnen und Schüler die Abschlüsse der entsprechenden Förderschule erwerben. Bei zielgleichem Unterricht sind die Richtlinien und Lehrpläne der Gesamtschulen bzw. der gymnasialen Oberstufe maßgebend.

Wie wir Inklusion in der Praxis umsetzen

Differenzierter Unterricht

Die Lehrkräfte, zum Teil in Doppelbesetzung, passen den Unterricht an die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler an.

Das kann bedeuten:

  • Verschiedene Aufgaben für verschiedene Leistungsniveaus
  • Einsatz von Hilfsmitteln wie Arbeitsblättern in leichter Sprache oder mit Bildern
  • Gruppenarbeit, bei der Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Stärken zusammenarbeiten
  • Individuelle Lernpläne, die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Sonderpädagog*innen

Wir haben speziell ausgebildete Lehrkräfte der Sonderpädagogik, die den Unterricht begleiten und Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen individuell fördern. Sie arbeiten eng mit den Lehrkräften zusammen, um:

  • Lernbarrieren abzubauen
  • soziale Integration zu fördern
  • bei besonderen Förderbedarfen zusätzliche Unterstützung zu bieten.

Multiprofessionelles Team (MPT)

MPT-Kräfte, die z.T. Experten in besonderen Fachgebieten sind, unterstützen die Lehrkräfte ebenfalls mit ihrer Expertise und haben ein besonderes Augenmerk auf die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen.

Vielfältige Förderangebote

Um jedem Kind und Jugendlichen gerecht zu werden, bieten wir verschiedene Fördermaßnahmen an, wie z.B.:

  • Lernförderung in Kleingruppen oder Einzelförderung für Schülerinnen und Schüler, die Unterstützung beim Lernen brauchen in Kleingruppenräumen
  • Soziale und emotionale Unterstützung, um bei Konflikten oder persönlichen Problemen zu helfen
  • Sprachförderung für Kinder mit Sprachschwierigkeiten
  • Berücksichtigung der individuellen Stärken und Begabungen, z.B. bei AG-Wahlen und des Wahlpflichtfaches ab Klasse 7

Barrierefreiheit

Unsere Schule ist so gestaltet, dass alle, auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, wie z.B. Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer, problemlos zu uns kommen können.

Unsere Schule umfasst z.B.:

  • Rampen und Aufzüge
  • barrierefreie Toiletten
  • unterfahrbare Küchenzeilen
  • spezielle Evakuierungsstühle (Escape-Chairs) für den Brandfall
  • Kleingruppenräume
  • Ruheraummöglichkeiten.

Zusammenarbeit mit Fachstellen und Eltern

Wir arbeiten mit Fachstellen und -beratungen sowie Trägern zusammen und sind mit den Eltern im Austausch, um die bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Schulische Projekte und inklusive Aktivitäten

In unserem Schulalltag gibt es immer wieder Projekte, bei denen Schülerinnen und Schüler gemeinsam an Themen arbeiten, die Vielfalt und Toleranz fördern. Bei Festen, Sportveranstaltungen oder Klassenfahrten achten wir darauf, dass alle mitmachen können – egal, welche individuellen Bedürfnisse sie haben.

So unterstützen wir den Weg in die Berufswelt

Berufliche Orientierung in der Inklusion

Inklusion bedeutet für uns, dass alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten oder Förderbedarfen, bestmöglich auf den Übergang in den Beruf vorbereitet werden. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine inklusive berufliche Orientierung und arbeiten Hand in Hand mit der Berufsorientierung unserer Schule zusammen.

Die wichtigsten Aspekte im Überblick:

Individuelle Beratung und Begleitung

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält eine persönliche Beratung, die auf die jeweiligen Stärken, Interessen und Bedürfnisse eingeht. Unsere Berufsberaterinnen und -berater arbeiten eng mit den Lehrkräften, Eltern und externen Partnern (z.B. Arbeitsagentur, den Reha-Teams oder dem Integrationsfachdienst) zusammen, um individuelle Übergangspläne zu entwickeln.

Frühzeitige Berufsorientierung

In der Sekundarstufe I starten wir mit einem vielfältigen Angebot, um die Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl zu unterstützen. Dazu gehören: unterschiedliche Praktika in verschiedenen Berufsfeldern in den verschiedenen Jahrgangstufen,  Berufsinformationsveranstaltungen, Betriebsbesichtigungen und Workshops zu Bewerbung und Vorstellungsgesprächen.

Inklusive Praktika und Berufsfelderkundungen

Wir ermöglichen, dass Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarfen auch an inklusiven Praktikumsplätzen teilnehmen können. Dabei arbeiten wir mit Betrieben, Werkstätten und anderen Einrichtungen zusammen, um passende Angebote zu schaffen. Ziel ist es dabei, Barrieren abzubauen und realistische Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen.

Unterstützung bei der Berufswahl

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen erhalten zusätzliche Unterstützung, z.B. durch: spezielle Förderangebote (z.B. KAoA-Star) während der Berufsvorbereitung, individuelle Coachings, Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der Begleitung während des Praktikums.

Kooperation mit externen Partnern

Wir arbeiten mit verschiedenen Organisationen, Berufsschulen und Integrationsfachdiensten zusammen, um den Übergang in Ausbildung oder Arbeit so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Unsere Werkstufe

So unterstützen wir mit einem einzigartigen Angebot die Kinder und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung haben an einem Tag in der Woche einen Werkstufentag. In jahrgangsübergreifenden Gruppen setzen sich die Schülerinnen und Schüler in projektartigem Unterricht mit verschiedenen Themenbereichen auseinander, die im Regelunterricht nur teilweise behandelt werden. Dies sind Themen aus den Bereichen Arbeit und Beruf, Freizeit, Haushalt, Verkehr und Mobilität, Hygiene und Gesundheit und Umwelt und Garten. In möglichst handlungsorientiertem und praktischem Unterricht und orientiert an den in den Lehrplänen zum Bildungsgang ausgewiesenen Entwicklungsbereichen sowie den zugehörigen Kompetenzen arbeiten die Schülerinnen und Schüler jeweils einen halben Tag miteinander.

Durch die seit 2023 bestehende Kooperation mit dem nahegelegenen Sozialwerk St. Georg werden einzelne Phasen des Werkstufentages von St. Georg durchgeführt. Dadurch ist es möglich einzelne Themen, wie z.B. den Garten- und Landschaftsbau, außerhalb der Schule für die Schülerinnen und Schüler noch erfahrbarer zu machen und ihnen Einblicke in die Praxiswelt verschiedener Berufe zu ermöglichen.