Geschichte
Von der Gründung bis zur modernen Schule
Die Gesamtschule Berger Feld ist die erste Gesamtschule in Gelsenkirchen und wurde im Jahr 1969 gegründet. Sie bietet bis heute individuelle Förderung durch planvolle Differenzierung und garantiert einen Abschluss für alle Schüler*innen. Aufgrund der hohen Nachfrage und begrenzten Platzkapazitäten wurden zu Beginn verschiedene provisorische Standorte in Gelsenkirchen genutzt.
Engagierte Zusammenarbeit in der Anfangszeit
Durch die enge und engagierte Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern und Sorgeberechtigten sowie Schüler*innen, die in zahlreichen Konferenzen berieten und Konzepte erarbeiteten, wurden die Herausforderungen der ersten Zeit gemeistert. Der Schulneubau im Herzen des Berger Felds wurde 1974 fertiggestellt. Der Umzug in das neue Gebäude wurde von der gesamten Schulgemeinschaft unterstützt. Die Schule wurde damals großzügig und modern auf dem Berger Feld errichtet und bietet bis heute eine Vielzahl von Klassen- und Fachräumen.
Wachstum und pädagogische Entwicklung
Nach der Eröffnung erreichte die Schule Mitte der 1970er Jahren ihre maximale Kapazität von 2200 Schülern in 10 Eingangsklassen. Alle Gesamtschulen fungierten zu diesem Zeitpunkt als Pilotschulen ohne spezifische Lehrpläne, die erst nach und nach entwickelt wurden. Ein besonderes Merkmal war das Angebot von Leistungskursen und Wahlpflichtfächern, die den Schüler*innen die Möglichkeit gaben, sich in bestimmten Bereichen zu spezialisieren. Nach den Gründungen weiterer Gesamtschulen in Gelsenkirchen konnte die Zahl der Eingangsklassen zum Ende der 1980er Jahren reduziert werden.
Sportliche Perspektiven und Inklusion
Die Gesamtschule Berger Feld war schon immer bekannt für ihre innovativen Ansätze. Die Schule hat sich u.a. durch Kooperationen, insbesondere mit dem FC Schalke 04, einen Namen gemacht und wurde 2007 als erste Gesamtschule bundesweit zur DFB-Eliteschule des Fußballs ernannt. Durch das gut funktionierende Konzept und die Einrichtung weiterer Schwerpunktsportarten, wie z.B. Fußball, Judo und Rudern wurde die Gesamtschule Berger Feld 2012 zur NRW Sportschule ernannt und kooperiert mit vielen Sportvereinen der Stadt. Auch im Bereich der Inklusion war die Schule ab 2007 Vorreiter. So wurde bereits früh das Klassenraum Plus Prinzip in der Schule umgesetzt, sodass heute Kinder mit sämtlichen Förderschwerpunkten die Gesamtschule Berger Feld besuchen können.
Ganztag, internationale Begegnungen und Erinnerungskultur
Der Ganztagsbetrieb der Schule hat sich im Laufe der Zeit verändert, wobei viele Arbeitsgemeinschaften und offene Angebote auch heute noch Teil des Schulalltags sind. Im Laufe der Zeit hat sich die Schule verschiedene Profile gegeben. Neben dem Sport hat sich die Schule immer für internationale Begegnungen eingesetzt. So gab Schüleraustausche mit Belgien, China, Dänemark, England, Italien, Polen, der Türkei und den USA. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Schulprogrammes an der Gesamtschule Berger Feld ist die Erinnerungskultur, die sich zunächst mit Soldatenschicksalen aus dem 1. Weltkrieg befasste. Mittlerweile sind die Betätigungsfelder in diesem Bereich vielfältiger und werden mit Gedenkstättenfahrten zu Plätzen des 2. Weltkrieges abgerundet.
Historie der Schulleitung der Gesamtschule Berger Feld:
Schulleitung
- Dr. Rainer Brockmeyer 1969-1970
- Hartmut Struckmeyer 1970-1973
- Heinrich Schulten 1973-1980
- Rainer Opitz 1980-1987
- Johanna Paulfeuerborn-König 1987-1991
- Georg Altenkamp 1992-2015
- Maike Selter-Beer 2016-2024
- Mario Sommerfeld seit 2024
